Interdisziplinäres Centrum für Radiochirurgie

Fixierung

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Bildgebung

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Planung

3a

Gamma Knife

3b

Nachsorge

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Behandlungsablauf Gamma Knife

Die radiochirurgische Behandlung mit dem Gamma Knife wird in der Regel ambulant durchgeführt. Es ist nicht notwendig, nüchtern zur Behandlung zu erscheinen.

Meistens ist eine einzige Gamma Knife Sitzung ausreichend, da bereits die einmalige präzise Strahlendosis im Krankheitsherd ihre volle Wirkung entfaltet.

Die eigentliche Behandlung ist dabei völlig schmerzfrei, lautlos und dauert je nach Anwendung zwischen 30 und 120 Minuten. Der Patient kann noch am selben Tag nach Hause.

Brain wireframe model isolated on white background

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Fixierung des Kopfes (Stereotaktischer Rahmen)

Für die submillimetergenaue Bestrahlung ist es wichtig, den Kopf zu fixieren. Hierzu wird ein Rahmen am Kopf befestigt. Eine lokale Betäubung an den Befestigungsstellen macht diese schmerz­unempfindlich. Der Rahmen dient als Bezugspunkt und stellt sicher, dass der Krankheits­herd genau lokalisiert werden kann. Dies geschieht im Anschluss mittels bildgebenden Verfahren.

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Lokalisierung durch digitale Bildgebung

Direkt vor der eigentlichen Behandlung setzen wir modernste bildgebende Verfahren ein, um den Krankheitsherd genau zu lokalisieren. Diese Lokalisierung unmittelbar vor der Behandlung stellt sicher, dass auch kurzfristige Veränderungen der Erkrankung bei der Behandlung berücksichtigt werden können.
Die Bildgebung übernehmen unsere erfahrenen Kollegen der Radiologischen Allianz im selben Hause. Mittels einer MRT (Magnetresonanztomographie), CT (Computertomographie) oder einer Angiographie bei Gefäßerkrankungen fertigen Sie Aufnahmen an, die den Tumor genau zeigen.

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Gamma Knife Planung und Behandlung

Durch die mit dem stereotaktischen Rahmen gewonnenen Bilddaten sind Lage und räumliche Ausdehnung des Krankheitsherdes genau bestimmt. Im Anschluss definiert der Facharzt die exakte Strahlendosis, die zu einem sicheren „Ausschalten“ des kranken Gewebes führt. Das umliegende gesunde Gewebe wird dabei maximal geschont.

Ist die Planung abgeschlossen, beginnt die eigentliche radiochirurgische Behandlung. Dabei wird ein zuvor berechneter Punkt für eine bestimmte Zeit bestrahlt. Nur in diesem Punkt bündeln sich alle Strahlen zu der entsprechenden Dosis. Im weiteren Verlauf wird Strahlenpunkt für Strahlenpunkt aneinander gereiht, bis der gesamte Krankheitsherd abgedeckt wurde. So bestrahlt das Gamma Knife das kranke Gewebe durch die mechanische und hochpräzise Fokussierung von 192 Strahlenquellen in einer Vielzahl von “Zielpunkten”, was erlaubt, eine definierte Strahlendosis in fast beliebiger dreidimensionaler Form zu erzeugen und einem Tumor perfekt anzupassen.

Auf Wunsch können Sie während dieser Zeit Musik hören, auch kann die Behandlung jederzeit für eine Pause unterbrochen werden. Nach der Behandlung wird der stereotaktische Rahmen wieder entfernt.

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Nachsorge

Da während einer radiochirurgischen Behandlung der Krankheitsherd nicht einfach entfernt, sondern abgetötet wird, ist es erforderlich, den Verlauf in Abständen regelmäßig zu kontrollieren. Während Hirnmetastasen in der Regel schon nach sechs Wochen deutlich schrumpfen, benötigen Meningiome oder Akustikusneurinome hierfür deutlich länger, weswegen je nach Art der Erkrankung Kontrollintervalle zwischen sechs Wochen und einem Jahr festgelegt werden.